Konzertbericht – Bob Dylan, Linz 2010

Gestern abend trat Bob Dylan in Linz auf. Ich war dabei, was im Grunde genommen recht ungewöhnlich ist, da ich normalerweise versuche für Konzerte nicht allzu weit von dort zu pendeln, wo ich im Moment gerade lebe. Aktuell ist das Wien. Aber für Bob Dylan mache ich jederzeit eine Ausnahme also fuhr ich gestern Abend nach Linz.

Eigentlich hätte ich nach Bratislava fahren sollen, dort hatte er auch einen Termin gebucht, es ging aber nach Westen statt nach Osten, vor allem wegen der Tatsache, dass die Tickets fürs Konzert in Bratislava wesentlich teurer waren als in Linz. Bis heute ist mir der Grund dafür schleierhaft.

Egal, im Auto auf der A1 war die Distanz schnell bewältigt, für die Kurzweil war zuerst Willie Nelson verantwortlich – der spielt übrigens nächsten Sonntag in Wien, The Sandworm wird berichten – später sozusagen als Einstimmung Dylan selber. In Linz angekommen musste ich übrigens bloß einmal nach dem Weg zum Stadion fragen – die Musik habe ich vorsichtshalber abgedreht, ich fand es dann doch irgendwie peinlich am Weg zum Dylan Konzert Dylan zu hören.

Schon beim Parken vor dem Stadion hatte sich der Himmel verfinstert, ein Wolkenbruch war im Anmarsch, da man die Türen noch verschlossen hielt, setzte ich mich an die Seite und beobachtete die anderen. Das Publikum entsprach nicht unbedingt dem was ich mir normalerweise erwartet hätte, aber ich war durch das vorjährige Kristoffersonkonzert schon vorbereitet darauf, dass diese Art von Musik hier in Österreich, vermutlich ganz Europa, sehr vielschichtige Liebhaber anzog.

Als es zu regnen begann, stellte ich mich in die Schlange vor dem Einlass und hoffte, man würde die Türen öffnen bevor wettertechnisch der Teufel los war. Hat man nicht. Und so stand die Menschentraube plattgedrückt an die nur von einem Minimaldach geschützte Stadionwand und beobachete, fühlte, wie dunkelschwarze Wolken ihre ganze Last auf einmal los wurden. Die Stimmung war aber gut – Vertreter einer Linzer Radiostation verteilten Zuckerl und Kondome – was haben wir gelacht. Dylan hat schon recht wenn er singt: „Things have changed“.

Endlich ließ man uns ins total charmfreie Stadion, die meisten waren in der Zwischenzeit klatschnass. Wenigstens war es warm und ich vertrieb mir die Zeit bis zum Konzertstart mit dem Herumwandern durch die Halle. Man hatte offenbar auf die Anwesenheit von ein paar Beat-Anhängern gesetzt. Über die Lautsprecher spielte man eine Lesung von Jack Kerouacks „On the Road“ ein, ich bin nicht sicher, ob das angekommen ist, die Hintergrundmusik stammte kurioserweise von Barbara Streisand. Irgendwie passte diese komische Mischung aber auch wieder zur Stimmung in der Halle.

Fast pünktlich, nachdem der Meister offenbar die Erlaubnis gegeben hatte, die paar vor der Bühne Stehenden – unter die ich mich dann selber mischte – gewähren zu lassen, ging es los. Ohne viel Zeremoniell begaben sich Dylan und seine Musiker an die Instrumente, es gab kaum Deko, im Vordergrund standen die Musik und natürlich Bob. Mehr war auch gar nicht nötig.

Der Abend begann mit einem ordentlichen Blues. Ich kann und werde nicht auf die Setlist eingehen – nur soviel – Dylans Songs klingen nicht mehr wie das, was man von den alten Alben kennt, insgesamt aber hat ihnen diese musikalische Metamorphose sehr, sehr gut getan. Zum einen weil die Band aus erstklassigen Musikern bestand, man hatte die Instrumentenanforderungen für Stilrichtungen vom Blues, über Country bis hin zu Rock n’ Roll voll abgedeckt. Stehbass, Pedal-Steel-Guitar, Banjo, Keyboards im Hammondorgelklang, alles war da und wurde von der, so muss ich dazu erwähnen, überaus stylischen Band, professionellst bedient. Die modische Slickness dieser Truppe hat mich auch einiges an Aufmerksamkeit gekostet. Allesamt schienen wie aus einem modernisierten 1930er Gangster/Untergrundlokal-Filmset herausgenommen. Im Anzug, teilweise mit Fedora, Cowboyboots schufen etwas Westernatmosphäre. Ein Augen- und Ohrenschmaus.

Dylan selber trug ein skurriles Outfit, das ich als maoistisch anghauchtes Tombstone-Totengräber-Ensemble beschreiben würde. Weißes Hemd, Bootlace Tie mit Metallspange, Schwarzer Gehrock, schwarze Hose, beides weiß berändert, sehr coole Boots, am Kopf einen weißen Cordobés Hut. Vor allem aber schien er gut gelaunt zu sein und was folgte, kann man wohl am besten als eine sehr gut eingespielte Jam-Session beschreiben, die vom Blues zu einer Art Rockabilly, über Country-Klänge und die eine oder andere leisere Nummer bis zum Rock meanderte.

Insgesamt, so mein Eindruck, ist Dylans bevorzugte Richtung derzeit der Blues, was ich nur gutheißen kann, ist der Stil doch auch einer meiner persönlichen Favoriten und nicht wenige meiner Dylan-Lieblingsnummern sind blueslastig.

Der Meister pendelte also zwischen Keybords, Gitarre und Mundharmonika, legte den einen oder anderen inspirierten Hüftschwung ein und sorgte alles in allem für einen großartigen Abend. Mit mittlerweile 69 Jahren, in und mit seinen Liedern gereift, kann ich meinen Eindruck nicht anders formulieren, als in einer Art mathematischer Formel: Dylan = Musik = Lyrik. Wer sich also bei einem Bob Dylan Gig erwartet, dass der Alte auf der Bühne sitzt und seine Lieder so wiedergibt, wie er sie vor 30 oder mehr Jahren gesungen und gespielt hat, der hat nichts von Dylan oder von Musik insgesamt verstanden.

Ich und – so konnte ich aus den Unterhaltungen, die zwischen den Songs rund um mich stattfanden, feststellen – viele Andere, waren begeistert. Als Dylan schließlich nach Nummern wie „I’ll be your Baby tonight“, „Highway 61 Revisited“ oder „Like a Rolling Stone“ den Abend mit „Forever Young“ schloss, war im Publikum mehr als spürbar, dass die meisten von Herzen wünschten, die Worte zu diesem Lied mögen vor allem ihm selber gelten.

Mein persönliches Fazit des Abends bestand darin, dass ich 19 Jahre nach dem ersten Besuch eines Dylan Konzertes feststellen kann, dass sich gleichermaßen alles wie nichts geändert hat und Dylan jener Musiker ist, der diese scheinbare Unvereinbarkeit am allerbesten verkörpert. Ganz nebenbei bemerkt, muss ich festhalten, dass ich Männer mit coolen Boots schon immer mehr als sympathisch fand.

Susanne, 13. Juni 2010

19 Kommentare zu “Konzertbericht – Bob Dylan, Linz 2010

  1. Ich muss gestehen, ich bin mit Dylan nie wirklich warm geworden, wenngleich ich (und wohl der gute Ambros auch) seine eingängigen Nummern natürlich sehr schätze.

    Hübscher Bericht :-)

    • thesandworm sagt:

      Danke Richard! Und es heißt ja auch: chaqu’un a son gout. So zB tut mir die Erwähnung Dylans im selben Atemzug wie Ambros weh :-)

      • Na, also, ich muss schon bitten, Susanne. Über den guten alten Wolfgang Ambros lass ich nichts kommen. Mag sein, dass er mit dem Alter nicht sonderlich gut zurecht kommt (im Gegensatz zu einem Springsteen, einem Dylan), aber die frühen Werke sind zeitlos und einfach wunderbar. Ja, ja :-)

  2. thesandworm sagt:

    Na gut. Früher Ambros gilt.

  3. Thomas sagt:

    Ich war kürzlich bei einem Konzert von Freunden und hab 4 Euro Eintritt bezahlt. Für Bob Dylan habe ich 83 Euro gezahlt und der Sound war VIEL schlechter. Eigentlich darf man sich das Gegenteil erwarten!

    Warum akzeptiert Ihr so einen schlechten Sound???? Hört Ihr den nicht???

    Da mir das in Österreich öfters passiert, sollte es Leute geben, wenn sie über Konzerte berichten, dass sie für den Preis so schlechte Sounds nicht mehr akzeptieren!

    Die einzigen Musikinstrumente, die HALBWEGS als Instrumente gut geklungen haben, waren die Mundharmonika und die akustische Gitarre. Der Rest war entweder viel zu dumpf oder viel zu scharf oder beides.

    Es ist typisch, wahrscheinlich waren die Boxen für den Konzertsaal am falschen Platz bzw. gab es viel zu wenige und das Konzert war insgesamt viel zu laut.

    Ich hab den DJ beobachtet: Er hat die GANZE ZEIT herumgedreht. Hätte er besser VOR dem Konzert tun sollen!

    Wie kann man diesen Mist nur akzeptieren? So wird sich nie was ändern!

    Wenn ich mich recht erinnere, war der Sound in Linz beim Konzert vor einigen Jahren viel besser. Wenn man auch den Mandolinenspieler nicht gehört hat.

    Der beim letzten Konzert in der Wiener Stadthalle war übrigens auch ein ziemlicher Mist.

    • thesandworm sagt:

      Lieber Thomas – mit deiner Kritik an der Soundqualität hast du schon recht. Ich stand sehr weit vorne, dort ist der Sound üblicherweise nicht optimal, über das was sich weiter hinten tat, kann ich aber kein Urteil fällen. Und ja, ich bin auch der Meinung, dass die Konzertpreise viel zu hoch sind. Das können sich Leute wie Dylan und Co. eben leisten und ich bin zu sehr Fan, als dass ich mir ein seltenes Konzert entgehen lasse. Deine Kritik aber an mich zu richten, ist nicht unbedingt gerechtfertigt. Ich habe weder mit den Artists noch mit den Veranstaltern zu tun. Zumindest an letztere solltest du dich wenden. Diese Konzertkritik ist eine persönliche Meinung und für mich waren die klanglichen Schwächen eben nicht so groß, als dass sie meinen Gesamteindruck nachhaltig verschlechtert hätten.

  4. Thomas sagt:

    Meine Kritik werde ich – hoffentlich – noch an alle möglichen Stellen richten können.

    Ich frage mich, ob man nicht sogar auf „Wertminderung“ den Veranstalter klagen sollte.

    Ich habe versucht, einen Ort zu finden, wo der Sound gut war. Es fanden sich zwar weiter hinten Stellen, wo der – schlechte – Sound aufgrund der geringeren Lautstärker erträglichER war als vorne, aber der Sound war hinten auch noch immer Mist.

    Ich finde es einfach schade, dass jemand eine Konzertkritik macht, den schlechten Sound aber nicht erwähnt.

    Wo ich Konzertkritiken finde und wo es die Möglichkeit gibt, zu posten, werde ich mein möglichstes tun, um darauf aufmerksam zu machen.

    Gut, dass jetzt hier schwarz auf weiß steht, dass nicht nur ich den Sound schlecht fand!

    • boe sagt:

      Dylan in einem seiner besseren Konzerte zu hören (danke Susanne für den sehr passenden Kommentar), stellt den sound-freak in den Schatten. Denn wer wie Susanne und ich vorn an der Bühne stand, erlebte den Meister und dessen Wirkung auf eine seltene Offenheit und kennt dann keine Gedanken an Verklagen o.ä. Danke Susanne.

      • Thomas sagt:

        Aha! Es gibt also Besucher, die himmeln Bob Dylan so an, dass sie nur vorn stehen und seine Mimik betrachten wollen.

        Ich dagegen komme sehr wohl auch wegen seiner Musik hin und ich würde ja ganz gerne seine Texte hören und dafür ist eine Mindestqualität an Mikrophoneinstellung für den Gesang nötig, Bob Dylan gehört zu jenen, die nicht nur die Musik, sondern auch die Texte verändern und ich will das mitkriegen.

        So wie´s aussieht, kauf ich mir lieber die DVD, die ist billiger, hört sich gut an und man sieht sogar alles viel besser.

        Ich hab die These, dass der Sound vor allem bei Konzerten in Österreich so schlecht ist, ich war jedenfalls bei Konzerten in Irland und in Griechenland, Italien und Spanien und da ist mir nie so was aufgefallen.

        Woran das liegt, weiß ich nicht, aber wenn sich die Zuseher das gefallen lassen und jeden Preis dafür bezahlen und nie protestieren, dann wird sich das nicht bessern, sondern ganz im Gegenteil verschlechtern.

  5. thesandworm sagt:

    @Thomas – wie gesagt, ich konnte eine allg. schlechte Soundqualität nicht beurteilen, weil ich vorne an der Bühne stand. Nachdem ich also nicht den Eindruck hatte, dass der Sound generell schlecht gewesen wäre, konnte ich auch nicht drüber schreiben. Aber natürlich solltest du dich beim Veranstalter beschweren, schließlich ist das dein gutes Recht!
    @Boe – danke!

    • Thomas sagt:

      Ich les da oben von dir folgendes:

      „Lieber Thomas – mit deiner Kritik an der Soundqualität hast du schon recht. Ich stand sehr weit vorne, dort ist der Sound üblicherweise nicht optimal, über das was sich weiter hinten tat, kann ich aber kein Urteil fällen.“

      also bist du auch der Meinung, dass der Sound nicht besonders gut war und außerdem, dass ich mit meiner Kritik recht habe.

      Ich kenn mich jetzt nicht aus: Was stimmt nun? War der Sound deiner Meinung nach gut, schlecht, o.k. oder was auch immer?

      Wie gesagt, wenn man so etwas akzeptiert, dann wird es nicht besser werden, ich hab zufällig deinen blog gefunden und da gleich meine Meinung dazu geschrieben. Ich finde es schade, wenn jemand den schlechten Sound nicht kritisiert, weil es unbedingt nötig ist, dass es nächstes Mal besser sein wird.

      Ich finde ja auch, dass Bob Dylan an dem Abend sehr gut gespielt hat. Da tut es erst recht noch mehr weh, dass man es nicht wirklich „hören“ konnte!

      Es sollten sich alle beim Veranstalter beschweren. Wenn ich es allein mache, nutzt das gar nichts! Und wie es aussieht, hören die meisten gar nicht wirklich hin!

      Wir waren zu viert, einer davon war begeistert, der Sound war ihm wurscht, die anderen beiden waren zwar nicht glücklich über den Sound, aber, naja, egal, beschweren werd ich mich nicht deshalb.

      Für mich ist der Sound aber das Wichtigste bei einem Konzert!

      Und vor allem bei einem Konzert von Bob Dylan, weil gerade bei ihm die Musik das Wichtigste ist.

      Bei Konzerten von Leuten wie Pink, wo´s „nur“ um Rhytmus und Show geht, ist der Sound komplett egal!

    • Thomas sagt:

      Hab ich jetzt eigentlich schon geschrieben, dass ich ja nach hinten gegangen bin, wo der Sound aber auch trotzdem noch mies war, nur, war es ein wenig erträglicher, weil die schlechten sound-frequenzen eben etwas leiser waren?

  6. wildhias sagt:

    hy sandworm – netter Blogeintrag – war auch in Linz – für mich war es zwar nicht so weit – aber ich gehe sonst kaum auf Konzerte- doch das musste ich mir geben.

    Du hast Recht die alten Songs, auch die Folk und Protestsongs, die in den 60s nur mit Gitarre und Mundharmonika daherkamen, klingen wie die Songs auf den neueren Alben, wie Together Through Life, Modern Times etc. Vor allem Blues und Rockabilly Nummern lassen sich vernehmen. Solch ein Gewand steht natürlich ursprünglichen Bluesnummern wie Highway 61 besser als Sogns wie Hattie Carol – Tangeld up in blue gefiel mir jedoch seh. Sehr gut fand ich auch Ballad of a Thin Man, Not Dark Yet und Hollis Brown. Die stampfenden Beats der vorzüglichen Band überdecken die extreme Labilität des 69 Jährigen Brummbärens, den man sehr schwer versteht. Und doch ist es der Text, wie es ein Artikel der Presse treffend sagt, der die Identiät der Songs über Dezenien von unterschiedlichen Interpretationen, Instrumentalisationen und Melodien schafft – wir hören „God said to Abraham kill me a son..“ schon sind wir im Highway 61. Wir hören „William Zanzinger killed..“ und wissen woran wir sind. Das was wir dann von des Meisters Lippen nicht entziffern können ergänzen wir von unserer Erinnerung.

    Als Finale hätte ich mir wie ich von Bratislava hörte All along the Watchtower gewünscht – aber es ist ja kein Wunschkonzert.

    Gestört hat mich als Rollstuhlfahrer, das muss auch noch erwähnt werden, die schlechte Organisation. Die designierten Rollstuhlplätze befanden sich in der 11. Sitzreihe vorne. Da jeder auf die Sessel sprang sah ich Dylan kein einziges mal – danke an youtube für ein paarr High Res Videos – das einzige was ich wahrnahm, abgesehen der Menschen allen Atlers die ihre Hüftschwungorgien auf den Sesseln praktizierten, war der Schatten von Dylans überdimensioniertem Hut.

    Dennoch zahlte es sich aus. Das mit dem Sound kann sein, viel mir nicht so besonders auf, die Tipps Arena ist grindig – die Musiker an sich fand ich jedoch sehr gut. Auch wenn die Soundqualität auf einer DVD besser sein mag – kann sie ein Konzerterelebnis niemals ersetzen

  7. thesandworm sagt:

    Hi Wildhias, danke für deine Ergänzungen. Ich stimme dir voll und ganz zu. Dass Rollstuhlfahrer in der Linzer Arena nach hinten verbannt wurden, ist natürlich ein Skandal. Sowas darf einfach nicht passieren. Und ja, die Halle ist wirklich sehr grindig, da weiß man dann Neubauten wie die Halle F der Wiener Stadthalle wirklich zu schätzen.

  8. Peter sagt:

    also ich stand auch relativ weit vorne und fand den Sound sehr sehr gut. ALLE Instrumente konnte ich gut heraushören und Dylans Stimme sowieso, weil diese in der Regel so ausgesteuert ist, daß man die Texte auch verstehen kann. Ich fand das Konzert ansich herausragend , vor allem Ballad of Hollis Brown, What Good Am I ? , Not Dark Yet und als Höhepunt der Show Ballad of a thin man. Daß er noch Forever Young gespielt hat, hat den grandiosen Abend abgerundet. Dylan selber hat es anscheinend auch Spaß gemacht, denn so gibt es sich nach Abschluß des Konzertes normalerweise nicht.

  9. thesandworm sagt:

    @Peter umso besser, wenn du den Sound als sehr gut empfunden hast. Danke für deinen Kommentar!

  10. Wenn ich so überlege, habe ich fast alle Alben von Bob Dylan (dem unumstößlichen Helden meiner Kinder-und Jugendtage), dazu noch eine Menge Songbücher, Tourbooks und Fotobände. Zuletzt sah und hörte ich Bob Dylan vor circa 6 Jahren und ging danach ein wenig desillusioniert und mit großen Fragezeichen in meinem Sinn nach Hause. Dieser Gig hatte mich einfach nicht mitreissen können, die Atmosphäre war lau und die Zuschauer schwer in Gang zu bringen (ich auch). Vielleicht sollte ich doch noch einmal ein Konzert von ihm besuchen….
    Übrigens ist Bob Dylan auch ein von mir bevorzugtes Portraitmodell ( ja, ich zeichne Portraits). Wen es interssiert, der kann dann mal hier schauen…
    http://roswithageisler.wordpress.com/2010/08/14/blues-art-bob-dylan-my-back-pages/
    Gruss von Rosie

    • thesandworm sagt:

      @Rosie Ich denke das hätte sich für dich ausgezahlt. War, bis auf die Location, ein sehr gutes Konzert. Vielen Dank für den Link zu deinen Arbeiten!

  11. Thomas sagt:

    Ich habe volles Verständnis dafür, wenn jemand, der so viel Geld für ein Konzert ausgibt und sich so sehr seinen Liebling zu sehen und zu hören wünscht, sich einen guten Sound herbeiredet, weil er „alle Instrumente“ und Dylans Stimme „hören konnte“. Nun, nur weil eine Stimme und ein Instrument hörbar ist, ist der Sound aber noch lange nicht gut. Man muss immerhin wissen, dass sich der Sound einer Gitarre, die 20 Euro kostet und einer, die 5000 Euro kostet schon in wesentlichen Punkten unterscheidet.

    Der Sound war schlecht und ich gehe davon nicht ab!

    – Ich habe weit über 10 Jahre Erfahrung mit Sounds, weil ich in der Musikbranche tätig bin. Ich war auch an CD-Produktionen mitbeteiligt
    – Ich ärgere mich seit langem über schlechte Sounds
    – Meine Konzerterfahrung sagt, dass bei österreichischen Konzerten der Sound weit schlechter war als bei jenen, die ich in Italien, Spanien, Irland, Schweiz, Deutschland oder Griechenland gesehen habe. In Budapest (Sziget) war der Sound allerdings nicht selten auch recht mies.
    – Ich habe beim Dylan-Konzert sogar den Soundtechniker mehrmals beobachten können: Er stand nicht EINE Minute still. Ununterbrochen hat er gedrückt und geschoben (meist mit der Maus, weil alles per Computer). Warum war er ununterbrochen tätig, wenn der Sound so gut gewesen ist? Nein, er war tätig, weil ihm der Sound bis zur letzten Sekunde nicht gefallen hat.

    Wir leben leider in Österreich und da haben wir nicht einmal g´scheite Konzertsäle, dann sind dort nicht die richtigen Boxen im richtigen Eck im Einsatz, usw, man will eben Geld sparen, viele Säle haben kein Geld und können sich keine dringend notwendige neue Anlage leisten.

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