Demokratie für Anfänger – Teil VI

The Sandworm - artwork zoer

 „Ich denke wir leben in einem Zeitalter des Übergangs“ sagte Eva zu Adam, als sie dabei waren Eden zu verlassen. (Joseph Epstein)

Dieses Zitat stammt aus dem Vorwort zu einer meisterhaften Demokratiebeobachtung, die ich mir vorsorglich für einen politisch turbulenten Herbst gekauft hatte. Sie stammt von Alexis de Tocqueville (1805 – 1959) und nennt sich „Über die Demokratie in Amerika“. Tocqueville war 1831 in die damals noch jungen Vereinigten Staaten gereist und hatte es zustande gebracht nach einem Aufenthalt von gerade einmal 9 Monaten, im beachtlich jungen Lebensalter von knapp 30 Jahren (das Buch erschien 1835), eine brillante Analyse der amerikanischen Demokratie zu verfassen. Eine Analyse, die sich über ihre treffende Beschreibung der damaligen politischen Gegebenheiten hinaus, als fast zeitloses Werk erwiesen hat und in vielen Punkten noch heute Aktualität besitzt.

Ich habe die Studie, die sich über 900 Seiten erstreckt, gerade erst zu lesen begonnen und kann mir noch kein abschließendes Urteil darüber bilden, aber einige Standpunkte, die für den heutigen Eintrag zum Thema Demokratie von äußerster Wichtigkeit sind, kristallisieren sich bereits jetzt heraus. Allen voran die Tatsache, dass weder ein junges Lebensalter, noch ein kurzer Beobachtungszeitraum, oder gar fast gänzliche Unvertrautheit mit dem Terrain, eine Beobachterin nicht trotzdem zu einer inhaltlich richtigen Analyse befähigen. Ja ich gehe sogar so weit, zu sagen, dass gerade diese Umstände eine freiere Sicht ermöglichen, als sie ein mitten im Beobachtungsszenario verstrickter Akteur, ein mit allen Wassern gewaschener Profi, jemals haben könnte.

Es liegt mir völlig fern, mich auch nur ansatzweise mit Tocqueville vergleichen zu wollen, aber ich nehme mir trotzdem die Freiheit heraus festzustellen, dass es mir, als mehr oder weniger Politik-Unerfahrene, in den vergangenen Monaten doch möglich war, ein realistisches Bild von den Vorgängen rund um die Grünen Vorwahlen zu zeichnen. Es lag ein kurzer Beobachtungszeitraum vor, ich habe mit vielen verschiedenen Akteuren gesprochen, mit Mitgliedern der Wiener Grünen, mit Grünen Vorwählern und Vorwählerinnen, auch mit Personen, die sich aus der Politik fernhalten, oder schon längst aufgehört haben zu wählen, mit Anhängern unterschiedlicher Parteien, mit Männern und Frauen, mit jungen und älteren Leuten. Und  mein vorläufiges Fazit ist ein nüchternes, denn es hat sich gezeigt, dass das allgemeine Vorurteil, Politiker würden heutzutage bloß noch schön verpackte, aber inhaltsleere Floskeln, am Liebsten im Fernsehen präsentiert und noch besser ohne Widerrede, von sich geben, trifft, bis auf wenige Ausnahmen, zu. Auch auf die Wiener Grünen.

Die vergangenen Monate seit dem letzten Eintrag waren ein permanentes Auf und Ab. Kurz nach meinem letzten Bericht, Anfang Juni, als ich die Bestätigung erhielt, als Unterstützerin aufgenommen worden zu sein, nahm eine Farce ihren Lauf, die alles was ich bisher in den politischen Niederungen erlebt habe, bei Weitem übertroffen hat.

Am Ende waren die Grünen Vorwähler und Vorwählerinnen fast um die Hälfte geschrumpft – die Wiener Grünen hatten von 445 Interessierten gerade einmal 230 als Unterstützer und Unterstützerinnen bestätigt. Dieser Kahlschlag an Leuten, die sich in den jeweiligen Blog-Postings und Treffen, die es im Laufe des Vorwahlprozesses gegeben hatte, als kritische Freunde der Grünen deklariert hatten und deren Motive, so unterschiedlich sie auch waren, sich unter dem Nenner subsumieren ließen, dass die Grünen zwar nicht besonders attraktiv seien, dass sie aber eine der letzten wählbaren Alternativen hierzulande darstellten, dass man sich aktiv an einer Verbesserung des Status Quo beteiligen möchte, wurde nicht etwa mit nachvollziehbaren Argumenten begründet, er erfolgte, so kann man das jetzt, nachdem das letzte Wort in dieser Hinsicht gesprochen ist, völlig willkürlich, teils beängstigend erratisch.

Da gab es ein paar Leute, denen man unterstellte, sie hätten auf dem eingereichten Antrag durch Ankreuzen eines kleinen Kästchens, mit dem man Massenaussendungen von den Grünen präventiv ablehnen konnte, bewiesen, dass sie nicht Unterstützer werden, sprich nicht mitarbeiten, wollten, weil sie von vorneherein kein Interesse an den Grünen hätten. Dass man sich als mündiger, wahlberechtigter Bürger auch selbst im Internet oder im Parteilokal informieren könnte, wurde diesen Leuten gar nicht erst zugetraut. Resultat: Abgelehnt.

Dann gab es Personen, denen wurde mitgeteilt, sie hätten das falsche Formular ausgefüllt, also eines, das nicht von der Homepage der Wiener Grünen stammte, sondern von jener der Grünen Vorwahlen. Facit: Abgelehnt.

Dann waren da Leute, denen man zwar guten Willen, aber doch wenig eindeutig feststellbares Interesse attestierte, sie mögen doch einen dokumentierbaren Wahrheitsbeweis ihrer Liebe zu den Wiener Grünen erbringen. Manche taten dies auch, selbst da reichte in Einzelfällen die verbale Begründung nicht aus. Ergebnis: Abgelehnt. 

Einige wiederum wurden mit langen, höchstgradig wirren, schriftlichen „Begründungen“ bedacht, trotz allem aber fand sich am Ende die Schlussfolgerung: Danke, aber nein danke. Abgelehnt.

Manch einer nahm es auf sich, sich ein zweites Mal, fristgerecht und mit korrektem Formular ausgestattet, erneut um Anerkennung als Unterstützer zu bewerben. Da wurde dann herumlarviert, ein paar Wochen stellte man sich taub, am Ende hat’s dann auch nicht gereicht. Konsequenz: Abgelehnt.

Diese und andere Fälle, haben dazu geführt, dass man unter den abgelehnten Vorwählern nunmehr eine Aussage herausfiltern kann, welche deren aktuelles Verhältnis zu den Wiener Grünen, gelinde formuliert, folgendermaßen beschreibt: „Die können mich in Zukunft gern haben“. Mehr noch, die Art und Weise wie man mit den Grünen Vorwählern und Vorwählerinnen hier umgegangen ist, hat manche von den bereits Aufgenommenen dazu getrieben, ihren Unterstützerstatus wieder zurückzulegen.

Man muss nicht weiter ins Detail gehen, die Umgangsweise der Wiener Grünen mit ihren potentiellen Wählern, war in den letzten Monaten schlicht und einfach ein Desaster. Und es ist auch gar nicht mehr nötig, darauf hinzuweisen, dass die Möglichkeit, sich bei den Wiener Grünen als Unterstützerin in einer Weise einzubringen, die keine andere Partei in Österreich ermöglicht, dass ein derartiges Konstrukt nicht nur im Sinne einer basisdemokratischen Verfasstheit einer Partei als herausragend zu werten ist, sondern auch das Potential bietet, seine Wähler direkter und stärker an sich zu binden, als es eine Wahlveranstaltung je könnte, es steht vorerst bloß die große und intensive Frustration von mehr als 400 (!) Grünen Vorwählern und Vorwählerinnen im Raum. Menschen, die allesamt etwas tun wollten, die nicht mehr herumsitzen und sich über Politiker und Politikerinnen still und leise so lange ärgern mochten, bis sie schließlich ihr allerwichtigstes demokratisches Recht, das Recht zu wählen, aufgeben und endgültig daheim bleiben würden. 

Diese Frustration betrifft auch mich als angenommene Unterstützerin. Der Enthusiasmus der ersten Stunde ist verblasst und ich frage mich nun, wie es weitergehen soll? Wie es überhaupt weitergehen kann?

Grüne Vorwahlen

Als Politikbeobachterin in der Tradition von Tocqueville – ohne mir dessen herausragendes Talent anmaßen zu wollen – steht für mich vorerst eines fest. Das Politikexperiment der Grünen Vorwahlen ist noch nicht zu Ende und ich sehe es als meine Aufgabe, es weiter zu begleiten und zu dokumentieren. Denn ich habe in den vergangenen Monaten nicht ausschließlich Negatives erlebt, ich habe auch die positiven Seiten der Wiener Grünen gesehen. Es gibt in dieser Partei ein paar Leute, die, auch wenn sie nicht besonders zahlreich sind, ihr Geld wert sind. Das sind jene, die sich Tag für Tag mit der Umsetzung ihrer politischen Idealvorstellungen befassen und die daran arbeiten, dass der politische Prozess in diesem Land nicht gänzlich zur Farce verkommt. Das sind Leute, die ihre Aufgabe nicht darin sehen, schöne Reden zu schwingen, sondern die Ideen in tatsächliche Projekte umsetzen.

Die Tatsache, dass es diese Menschen gibt, ist für mich ein Grund, mich weiter an den Grünen Vorwahlen zu beteiligen. Jetzt aufzugeben, würde heißen den Betonierern, den verbohrten, bewegungsunfähigen Ideologen, welche die Wiener Grünen in Geiselhaft zu halten scheinen, das Feld kampflos zu überlassen. Ein weiteres, noch wichtigeres, Motiv liegt darin, dass ich meine Beobachtungen auch als Dokument sehen möchte, als Beispiel für Nachahmer, die die Chancen erkannt haben, welche in der Schaffung einer direkteren demokratischen Beteiligung ihrer Wähler liegen, die aber aus den Fehlern des Pilotversuchs lernen wollen. Allein diese Möglichkeit, die Aussicht, dass ein derartiges Projekt positive Schule machen kann, lässt mich hoffen, dass sich Ärger und Frustration letztlich gelohnt haben.

Viel eloquenter noch beschreibt es Tocqueville: „…;I have undertaken not to see differently, but to look further than parties, and whilst they are busied for the morrow, I have turned my thoughts to the Future“. (frei übersetzt: Ich habe nicht versucht zu differenzieren, sondern mehr zu sehen als einzelne Parteien, und während die sich mit dem Morgen beschäftigen, gelten meine Gedanken der Zukunft.”

Susanne, 27. September 2009

ps: Wer das ähnlich sieht und sich ein eigenes Bild machen möchte, wer mitdiskutieren oder mittun möchte, ist am 30. September herzlich dazu eingeladen. Genauere Informationen darüber gibt es auf der Homepage der Grünen Vorwahlen oder auf Facebook.

pps: Ich habe die vielen Links zu den einzelnen Blogpostings und Reaktionen hierorts nicht angefügt, das alles lässt sich auf der betreffenden Webseite der Grünen Vorwahlen optimal und vor allem chronologisch nachlesen.

Advertisements

Skizzen aus Wien – Nr. 33

Rocking Sandworm - artwork zoer

Der Herbst ist da und auch wenn er sich noch milde und versöhnlich präsentiert, es gibt kein Herumreden mehr, die kalte Jahreszeit steht vor der Tür. Das Gute daran ist, dass sich die Trägheit des Sommers langsam löst und man rings herum eine Art gespanntes Vorbereiten auf den drohenden Winter spürt. Es wird schneller dunkel, aber anstatt schon in einen vorzeitigen Winterschlaf zu driften, scheint es mir fast, als rüste man sich präventiv mit gesteigerter Aktivität gegen novemberliche Tristesse und vorweihnachtliche Verzweiflung. Und so hat es sich ergeben, dass auch mein Konzertkalender noch die eine oder andere Addition erfahren hat.

Allesamt Termine, die mich mit Vorfreude erfüllen und die ich den Sandwurm-Lesern auf keinen Fall vorenthalten möchte, vor allem, weil sich unter ihnen vielleicht einige befinden, die selbst noch auf der Suche nach musikalischer Ablenkung für den Herbst sind.

Der erste Termin steht am 12. Oktober am Programm. Magnolia Electric Co. werden im Wuk auftreten und wenn sie sich daran halten, was sie in ihrem jüngsten Album „Josephine“ präsentieren, dann sollte einem nachdenklich-entspannten Abend nichts im Wege stehen. Die Truppe rund um Jason Molina war das letzte Mal 2007 in der Szene Wien aufgetreten – ich hatte das Vergnügen diesen Auftritt mitzuerleben – und lässt sich gemeinhin unter dem Kürzel „Americana“ einordnen. Eine gefällige Mischung aus Country, Rock, Folk und Indie, gerne auch als Alt-Country bezeichnet, was mich aber immer wieder zur Feststellung veranlasst, dass man sich mit Kategorisierungen generell am besten zurückhalten sollte, weil sich auch der Oberbegriff ganz gut eignet, um zu beschreiben, was man zu hören bekommen wird: gute Musik. Tickets gibt es um moderate 16 Euro im Vorverkauf beim Wuk. Wer es zum angegebenen Termin nicht dorthin schafft, dem sei zumindest das neue Album von Magnolia Electric Co. ans Herz gelegt.

Kurz darauf spielt am 21. Oktober eine Formation, von der ich erst vor kurzem das erste Mal gehört habe (mein Dank an Mitblogger Martin) und die den blumigen Namen Richmond Fontaine trägt. Deren Bandleader Willy Vlautin beherrscht nicht nur exzellentes Songwriting, auch in der US-amerikanischen Literaturszene hat er sich bereits einen Namen gemacht. Ein erstes Hineinhören in das jüngste Album „We Used to Think the Freeway Sounded Like a River“ sowie in dessen Vorgänger „Thirteen Cities“ haben die Vorfreude auf dieses Event ungemein gesteigert, umso mehr, als ich mir mit dem Gasthaus Vorstadt auch eine für mich unbekannte Wiener Konzertlocation ansehen werde können. Ganz nebenbei habe ich mir auch das Erstlingswerk „Motel Life“ von Willy Vlautin bestellt – es wird also nach dem 21. Oktober nicht nur eine Konzert- sondern auch eine Literaturrezension geben. Wer sich das musikalisch-literarische Ereignis nicht entgehen lassen will, der sollte sich bald Tickets besorgen, denn soweit ich informiert bin, ist die Kapazität im Gasthaus Vorstadt begrenzt und der Preis von 12 Euro pro Karte ein echtes Schnäppchen. Die Vienna Songwriting Association, die den Act lobenswerterweise nach Wien bringt, ist dafür der richtige Anspechpartner. Auf jeden Fall eine ganz besondere Empfehlung vom Sandwurm!

Am 5. November schließlich steht mit dem Auftritt von Kris Kristofferson in der Wiener Stadthalle vermutlich ein Highlight des Konzertjahres 2009 am Programm. Rechtzeitig wird vorher auch noch das neue Album des Country-Altmeisters erscheinen („Closer to the Bone“), wer sich einhören will, sollte sich dessen Vorgänger „This Old Road“ besorgen – schöner kann ein nebelig kalter November mit Sicherheit nicht beginnen.

Ich werde mich bemühen hierorts bald nach den jeweiligen Konzerten ausgiebige Rezensionen zu veröffentlichen, sollte sich noch der eine oder andere Musiker, der es wert ist, live gesehen zu werden, nach Wien verirren, werde ich natürlich nicht zögern, dies hier zu verkünden. Das gilt selbstverständlich auch für Musikerinnen, aber diesbezüglich gibt es meiner Meinung nach, zumindest für das Jahr 2009, kaum eine, die die Performance von Candi Staton im März wird übertreffen können – vom Gegenteil lasse ich mich natürlich jederzeit gerne überzeugen.

Links zu den empfohlenen Artists:

Magnolia Electric Co.

Richmond Fontaine auf Myspace

Kris Kristofferson

Tipps, Informationen, geheime Tourpläne etc. immer gerne an The Sandworm!

Susanne, 20. September 2009

On the road in Slovenia – Piran

Flying Sandworm - artwork zoer

I had alread declared vacation season as officially over and I was ready to brace myself for the fall in Vienna. For those times when it can be foggy for weeks on end, and blue skies or sunshine seem like very distant, almost unreal, memories. Seasonal depression was lurking just around the corner, when unexpectedly an old friend from school stopped by and declared that she would very much like to spend a few days at the sea. And, even better, she was looking for some company. I graciously volunteered to provide that company and just a few days later we were sitting in her mother’s car driving south. We had chosen Piran as the destination for our 3 day vacation, the weatherforecast was outstanding and the tiny Slovenian town was only a few hours drive from Vienna. To be precise just a little over 300 miles to the south-west.

Piran, Slovenia

It had all worked out perfectly. And after leisurely cruising along the Slovenian interstate, and wondering why it took so very long for the landscape to take on the usual southern appearance, watching out for pine trees and cypresses invainly until we had finally left behind the last mountain-ridge south of Ljubljana and were headed for Koper, when all of a sudden the mountains turned into soft rolling hills, the dark alpine green into smooth sandy brown of dried soutern grasses and finally our eyes met with the brilliantly sparkling Adriatic sea. We kept on following the signs for Portorož and after just about 5 hours to the minute we finally pulled up in front of the chosen hotel, Hotel Piran, rapidly unloaded the car, hurriedly got the keys to our room and after having more or less dumped our belongings there, we opened the windows and beheld the sea-view which was to be ours, exclusively for the next 3 days.

Piran, Slovenia

Piran is a tiny town on the western-most Slovenian tip of the Istrian peninsula. It had been chosen for out little excursion because friends had been there before and had recommended it. Finally viewing pictures on the web had turned pondering about where to go into certainty, because Piran looked like a beautiful small gem on the Adriatic coast.

Piran, Slovenia

And a gem it truly is, even more so, when you see it for yourself. It had been years since I had last traveled in that area, mostly in Croatia, and I had been stunned by the beauty of towns like Dubrovnik and Korčula, the latter resembling Piran quite closely. All three of them owe their similar character to the influence of the ancient Republic of Venice, the empire which reigned over the Mediterranean Sea from medieval ages up to the Renaissance.

Piran, Slovenia (Tartini Square, St. George's Cathedral)

Remnants of Venetian architecture can be seen everywhere in Piran, ranging from small houses with the typically arched windows to the Cathedral of Saint George, which sits high on the northern cliff above the city and seems to gracefully watch over the little flock of houses, that has gathered round it. Yet the attention is less on St. George’s Cathedral, with its typically Italian Campanile and Baptistery, than it seems to be on the Adriatic sea, which almost surrounds Piran.

The cape on which the town is built stretches westward, jutting out into the sea and when looking upon it the scenery gives you the impression as if the entirety of Piran’s buildings seem to have crept up onto the westernmost point in order to catch a glimpse of the azure-colored Adriatic sea. So much so that the castle-like appearance of the tiny little church at the tip of the cape, St. Clement (or Lady of Health), solely seems to be owing to the purpose of pressing against the curious little houses, so that none of them accidentally fall into the water.

When you walk eastward from St. George’s Cathedral and ascend yet another elevation, you come to the remainder of the old city wall, which – just as the Campanile of St. George’s – can be climbed for the small price of one Euro. Which is well worth the investment, because from the top of the Campanile as well as from the city walls you get an outstanding view over the town and the sea.

Piran, Slovenia

Piran itself is very small, and you’ll be able to get a good impression of what the town has to offer in about a half a day, but you can easily spend several days walking the tiny lanes and continously discover new ones, which you haven’t seen before. Yet, all those wanderings will sooner or later lead you to the social center of Piran – Tartini-Square – which is actually round, where in the evenings you will probably meet with most of the people, who either visit or live in Piran. As soon as the sun sets, the place is bustling with roller-skaters, taking advantage of the smoothly polished, gleaming-white, stone surface of the elliptical center of the plaza, with groups of citizens scattered across the square, apparently exchanging the gossip of the day, or with sun-bathers and swimmers, who have dragged their tired bodies from the beaches and are now enjoying a lazy drink in one of the many out-door cafés.

Piran, Slovenia (Hotel Piran)

Yes – there are beaches in Piran, though you won’t find sandy ones. You may put up with shingle beach, or if you’re more interested in swimming in the sea – which seems very clean, by the way – you will be perfectly happy with the cement beaches, as for example right in front of Hotel Piran. And when you’ve had enough of swimming and sun-bathing and want to grab a bite to eat, head for the promenade which leads to the western tip of the cape and is lined with restaurants, cafés and ice-cream parlors. Most of the restaurants offer similar selections of sea-food, I can personally recommend Restaurant Ivo, where you’ll not only get high quality fish-platters and excellent wine to go with it, but where you can also enjoy your meal with an almost tackily beautiful sunset.

Piran, Slovenia (Restaurant Ivo)

Three days seem to be the perfect time-span to spend in Piran. If you’re looking for sandy beaches head east to Portorož, where you’ll also find more entertainment such as casinos, if that’s what you were looking for. Another beautiful Venetian town is Izola, which too is just a few miles from Piran. If you intend to stay longer, you can make all sorts of excursions, there are for example day-trips to Venice, which can be reached in less than 2 hours with a speed boat. Or you can visit Trieste, which is on Italian territory and offers another beautiful historic city center as well as shopping opportunities.

I however didn’t care much for big excursions or extensive shopping, I was settled on soaking up as much sun as possible, swimming in the still warm Adriatic sea, enjoying a leisurly drink at Tartini-Square or just lying in my bed listening to the gentle bubbling and gurgling of the sea. All of this served one specific purpose. It was active immunization against the already threatening fall mists and winter fogs. Alas, they won’t bother me much this year – I’ll just lean back, close my eyes and picture myself in Piran.

Piran, Slovenia

Useful Information:

Getting to Piran: Cities in the vicinity of Piran, which can be reached by plane, are Venice, Trieste or Ljubljana. From Venice you can take a ferry which runs in the summer months (2.5 hours; about 53 Euros per Person), from Trieste and Ljubljana trains run to Koper, where you have to change onto a bus to get to Piran. The most comfortable way is probably a rental car from one of the airports. Using Slovenian interstates requires you to pay for toll. A sticker for your windscreen, valid for 7 days, will cost you 14 Euros. Parking in Piran is not free of charge, but you can enter the city to drop off your luggage and your first hour of parking will be free. Just outside the center, there’s long term parking, which costs 11 Euros for every 24 hours.

Accommodation: There are two Hotels in Piran. Hotel Tartini, which is located in the town-center and Hotel Piran. The latter boasts 4 stars, but is actually somewhere in the category of a 2-3 star hotel. Contrary to the indication on the web-page, there isn’t wifi access in all rooms (at least not in the one I had…), and the hotel charges outrageous amounts for the usage of it. Forget the breakfast in the hotel, it is below any standard. Do yourself a favor, cross the plaza opposite of the hotel entrance and have breakfast at the charming cafe Cakola, where they serve excellent coffee. Or march on to the beach promenade and try one of the cafés there. Apart from these minor irritations and a room that has seen its fair share of visitors nothing beats the sea-view of the Hotel Piran. And it is a clean hotel, so after all I can recommend it, with the above mentioned reservations.

Food: The beach promenade is lined with restaurants that offer basically identical choices of sea-food. An excellent place to eat at is Restaurant Ivo. Forget the town Restaurant Verdi – the food we were served there was beyond anything that I would qualify as good quality. If you like to go out and enjoy a drink after your meal, I suggest you head on over to Tartini-Square. There are lots of places that offer outdoor seating, I can recommend the Kantina Žižola, which may stay open later, if the party lasts a little longer.

Additional information on Piran can be found on the official webpage of the region, where you’ll find more details on accommodation, as well as on Wikipedia.

Susanne, 13 September 2009

Unterwegs in Slowenien – Piran

Traveling Sandworm - artwork zoer

Ich bin süchtig nach Meer. Das gebe ich gerne zu und es mag ironisch scheinen, dass gerade ich in einem Binnenland lebe, aber so etwas betrachte ich nicht als Nachteil, sondern eher als Herausforderung, gilt es doch mehrmals im Jahr Mittel und Wege zu finden, um an irgendeine Küste zu gelangen. Diesmal ist mir das Glück in den Schoß gefallen, denn gerade als ich die Reisesaison für abgeschlossen hielt, begonnen hatte mich vom Sommer zu verabschieden, meldete sich eine Freundin und meinte, sie würde wohl noch ein paar Tage in den Süden fahren, eine Reisebegleitung wäre nicht unwillkommen. Ich habe mich höflich angeboten, diese Rolle zu übernehmen. Einen Tag später ging es los. Das Ziel – Piran, Slowenien.

Piran, Slovenia

Wir hatten ausgemacht, mich in Wr. Neustadt vom Bahnhof abzuholen und von dort mit dem Auto weiterzufahren. Das inkludierte zwar den Wermutstropfen einer, wenn auch kurzen, Bahnfahrt, aber knappe 30 Minuten Österreichische Bundesbahnen waren tolerabel. Ja, es schien fast, als hätte unser Zugbegleiter geahnt, dass ich guter Dinge war, denn die Passagiere wurden per Lautsprecher von einem gewissen „Wolfgang“ begrüßt, der nicht nur bekannt gab, dass er unser Steward auf dieser Bahnfahrt wäre, sondern uns überdies noch einen „wunderschönen guten Tag“ wünschte. Eine für österreichische Verhältnisse überschäumende Begrüßung, welche den Verdacht nach sich zog, dass sich die kleineren Angestellten dieser horrend überteuerten, miserabel verwalteten Staatsbahn bloß aus Trotz gegenüber ihren exorbitant überbezahlten und unfähigen Bossen entschlossen hatten, ihre Passagiere mit ausnehmender Höflichkeit zu behandeln. Oder es lag an einer allgemein guten Laune an diesem sonnigen Dienstag, denn als ich gegen 10 Uhr vormittags mein 6 Personen-Abteil betrat, genehmigte sich Mitreisende Nr. 1 bereits einen kräftigen Schluck aus einer Dose mit der Aufschrift „Gordon’s Dry Gin“, während Mitreisende Nr. 2 einen derart gigantischen Halbedelstein am, um ihren Hals gelegten, Silberdraht, trug und so eingefroren-trist vor sich hinstarrte, dass meine erste Assoziation jene war, sie führe vielleicht auch an die Adria, aber nicht, um dort zu urlauben, sondern um sich im Meer zu ertränken.

PIran, Slovenia (Hotel Piran)

Lange musste ich mich derlei Spekulationen nicht aussetzen, die kurze Fahrt nach Wr. Neustadt lag schnell hinter mir, Freundin S. stand bereits in der Bahnhofshalle und gut gelaunt traten wir die Fahrt ins etwa 450 km entfernte Piran an. Über Graz ging es nach Maribor, von dort nach Ljubljana und weiter in Richtung Koper. Erstaunlicherweise begann sich die Landschaft erst sehr spät dem anzupassen was man unter südlicher Vegetation versteht, begannen sich Pinien, Kiefern und Zypressen abseits der Straße auszubreiten und viel zu lange schien es uns, bis die hügelige Landschaft, die noch bis weit nach Ljubljana viel zu alpin anmutete, endlich den heiß ersehnten Blick aufs Meer freigab. Dann aber ging es bei herrlichstem Wetter die Küste entlang, vorbei an Koper und Izola in Richtung Portorož, bis uns endlich ein Straßenschild die Abzweigung nach Piran verriet.

Piran, Slovenia

Schließlich parkten wir vor dem gewählten Hotel, dem Hotel Piran, nahmen unseren Schlüssel in Empfang, trugen unser Gepäck aufs Zimmer, öffneten die Fensterbalken und sogen überglücklich den herrlichen Blick auf die Adria, welche sich direkt vor unserem Hotel im schönsten Marineblau ausbreitete, auf.

Die Wahl des Reiseziels war deshalb auf Piran gefallen, weil es einerseits ein paar Empfehlungen von Freunden gab, die schon dort gewesen waren, andererseits auch die im Internet aufgerufenen Bilder sofort davon überzeugt hatten, dass dieser Ort eine Reise wert war. Eine bildschöne kleine Stadt, am westlichsten Zipfel des slowenischen Teils von Istrien, mit venezianischer Geschichte und einem ersten Eindruck, der bei mir Erinnerungen an Korčula weckte. Der Wetterbericht schließlich hatte prophezeit, dass wir vermutlich die wirklich letzten Tage des heurigen Sommers genießen würden können. Drei Tage hatten wir uns zur Seite gelegt, eine Zeitspanne, die für die Gegend und das, was Piran zu bieten hat, perfekt war.

Piran, Slovenia

Der Ort liegt, wie bereits erwähnt, auf slowenischem Staatsgebiet und scheint am westlichen Ende fast ins Meer zu fallen, so dicht drängen die winzigen Häuser auf die Landzunge hinaus, so als wolle jedes einzelne von ihnen, einen Blick auf die glitzernde Adria erhaschen. Ganz an der Spitze schließlich kleben sie an der kleinen burgartigen Kirche St. Klement (bzw. Maria Gesundheit), die das Bollwerk gegen die Häuschen zu bilden und diese letztlich davor zu bewahren scheint, aus Neugier ins Meer zu fallen. Am nördlichen Rand erhebt sich stolz auf einer Anhöhe über der Küste der Dom des hl. Georg, Stadtpatron von Piran, samt Campanile und Baptisterium.

Piran, Slovenia

Spaziert man von dort aus weiter nach Osten, so gelangt man zum vermutlich höchstgelegenen Punkt des Ortes, wo man auf die Reste der alten Stadtmauer stößt. Um einen Euro kann man diese Mauern schließlich auch besteigen und erhält als Belohnung für die Mühe den unbezahlbaren Ausblick über ganz Piran und weiter aufs Meer. Hat man schließlich noch einen weiteren Euro zur Verfügung, kann man am Rückweg zur Spitze der Landzunge auch noch den Campanile des Georgsdoms erklimmen und von dort aus erneut auf die Stadt und das Meer schauen.

Piran, Slovenia

Schlendert man durch die kleinen Gässchen Pirans und lässt sich, so wie es sich für einen Stadtbummel gehört, einfach treiben, ohne darauf zu achten, wohin genau man wandelt, so landet man in den meisten Fällen früher oder später auf dem beachtlichen Tartini-Platz, dessen in zahnpastaweißen Stein gefasste Mitte ehemals der alte Hafen von Piran und wie man liest gleichzeitig auch Müllhalde, war. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hat man den Schandfleck zugeschüttet, heute bildet er das soziale Zentrum des Ortes. Verschiedenste Cafés und Bars reihen sich rundherum, gemütliche Lounge-Sesseln im Freien zum sogenannten „Chillen“, des Abends scheint sich schließlich ganz Piran dort einzufinden – Rollerskater profitieren von der glatt polierten Oberfläche der elliptisch angelegten Steinfläche in seiner Mitte, rings herum hat man Steinbänke aufgestellt, auf denen Kinder turnen oder sich hier und dort kleine Grüppchen bilden, in denen man sich möglicherweise darüber unterhält, was sich im Laufe des Tages so getan hat in Piran, hin und wieder saust ein Mopedfahrer über den Platz, es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen.

Piran, Slovenia

Gegen Süden hin öffnet sich der Platz – der übrigens nach dem berühmten Sohn der Stadt, Geiger und Komponist Giuseppe Tartini benannt wurde – zum nunmehrigen Hafen, in dem die vielen Boote gemütlich vor sich hinschaukeln.

Piran ist winzig und man braucht nicht lange, um sich einen Überblick zu schaffen, trotzdem finden sich in den verwinkelten Gassen immer wieder neue, noch nicht begangene, Wege und man entdeckt da und dort wunderschöne Beispiele venezianischer Architektur, denen Piran seinen Charakter verdankt.

Piran, Slovenia

Im Meer schwimmen kann man natürlich auch sehr gut. Piran hat zwar keine Sandstrände, die gibt es angeblich im nicht weit entfernten Portorož, aber für diejenigen, die so wie ich das Baden im Meer dem Sonnenbaden vorziehen, finden sich ausreichend Kiesel- und Betonstrände, letzteres zum Beispiel direkt vor unserem Hotel, oder man überwindet sich und springt gleich von den entlang der Strandpromenade aufgehäuften Felsblöcken in die Adria. Das übrigens kostete die drei Tage, die ich in Piran verbracht habe, keinerlei Überwindung, war das Meer doch noch immer so angenehm temperiert, dass man sich nicht zentimeterweise an kühle Temperaturen anpassen musste, sondern auch ein mutiger Kopfsprung keinerlei Kälteschock auslöste. Und wer so wie ich, das letzte mal vor Jahren im Meer geschwommen war, verbringt dann auch die meiste Zeit im Wasser und nicht auf irgendeinem Strand liegend.

Piran, Slovenia (Restaurant Ivo)

Irgendwann schließlich muss sich jede, die entweder in der Stadt herumspaziert oder sich die Zeit damit vertreibt, nach Steinen zu tauchen, auf die Suche nach einem passenden Restaurant machen. Davon gibt es entlang der Strandpromenade einige, alle scheinen sich auf Fisch spezialisiert zu haben, empfehlenswert ist das Restaurant Ivo, wo sich in den Abendstunden nicht nur gemütlich speisen, sondern auch ein atemberaubender Sonnenuntergang mit passender Weinbegleitung genießen lässt. Wer danach noch nicht nach Hause will, sollte sich zum Tartini Platz begeben, die Kantina Žižola zum Beispiel ist ein lustiges Lokal, das auch etwas länger offen hält, wenn die Stimmung gut ist.

Piran, Slovenia

Schneller als gedacht ging der Kurzurlaub zu Ende und über einen kleinen Umweg nach Triest ging es am vergangenen Freitag zurück in Richtung Heimat. Es hatte sich offenbar im drückend schwülen Triest schon angekündigt, dass es mit dem schönen Wetter bald vorbei sein würde, denn bereits auf Höhe Ljubljana tauchten wir in ein Unwetter ein, welches uns bis nach Österreich erhalten blieb. Es schien uns übrigens, als würden nicht nur wir uns gegen eine Rückreise streben, auch Slowenien versucht seine Besucher offenbar mit allen Tricks im Lande zu halten. Interessanterweise nämlich kündigt man Graz kurz vor der slowenisch-österreichischen Grenze das erste Mal in 90 km Entfernung an, um ca. 2 km später einen drohenden Sprung auf 67 km zu machen, fast um uns zu warnen, dass wir schneller als gewünscht wieder in das Land ohne Meer fahren würden, etwas später weist man 59 km Entfernung aus, danach macht man einen Sprung zurück auf 63 km. Aber es half nichts, wir mussten Slowenien verlassen, auch wenn man uns dort demonstriert hatte, dass es offenbar das geringste Problem sei, zweisprachige Ortstafeln aufzustellen, wir passierten die Grenze und waren wieder in jenem Land, welches ich in den besten Momenten als „Daheim“ bezeichne, wenn ich davon spreche.

Piran, Slovenia

Drei Tage habe ich gemeinsam mit Schulfreundin S. also das große Glück genossen, Sonne zu tanken, im Meer zu schwimmen, frischen Fisch zu essen, im Bett meines Zimmers liegend ein gutes Buch zu lesen, während das Glucksen und Rauschen der Adria sozusagen als Hintergrundmusik wie Balsam auf die Seele tropfte, im Strandcafe zu sitzen und einfach aufs Meer zu schauen, um mich vorzubreiten und zu impfen gegen die trüben Wochen, die im herbstlichen Wien bereits auf mich zu lauern scheinen.

Sollen sie kommen. Ich mache dann einfach die Augen zu und stelle mir vor ich wäre in Piran.

Hilfreiche Informationen

Anreise: Piran ist fast exakt 500 km von Wien entfernt. In Slowenien ist man verpflichtet auf Autobahnen eine Vignette zu kleben, es gibt 7-Tagesversionen, die kosten 15 Euro. Innerhalb Pirans sollte man nur kurzfristig parken, es gilt dafür Gebühren zu entrichten, die erste Stunde ist gratis und reicht gewöhnlich, um im Hotel einzuchecken. Kurz vor dem Ortskern gibt es einen öffentlichen Dauerparkplatz, die Gebühren betragen pro 24 h 11 Euro.

Unterbringung: Das Hotel Piran liegt idealerweise direkt am Strand und bietet Zimmer mit Meerblick an, ein Aufpreis, den man sich unbedingt leisten sollte. Es gibt jedoch einige Vorbehalte, die hier kurz erwähnt seien. Zum Einen preist sich das Hotel als 4-Sterne Haus an, diesen Standard erreicht es jedoch nicht. Wie auf der Webseite angepriesen, haben nicht alle Zimmer mit Meerblick auch Balkon und nicht zuletzt funktioniert auch das beworbene Wifi im Zimmer nicht. Zu meinem großen Unmut wird dafür, würde man es nutzen wollen, auch noch eine Gebühr verlangt, es scheint als würden große und sich als der gehobenen Kategorie zugehörig fühlende Hotels noch immer versuchen aus drahtlosem Internet Profit zu schlagen, eine Praxis, die ich hoffentlich nicht mehr lange auf meinen Reisen erleben muss. Erstaunlicherweise sind in dieser Hinsicht die kleinen Privatherbergen, den professionellen Herbergsbetrieben meilenweit voraus. Nebenbei sei auch noch erwähnenswert, dass das Frühstück im Hotel Piran zum Vergessen ist. Automatenkaffee etc. entsprechen ebenfalls nicht dem angepriesenen Standard. Dazu ein Tipp: Gegenüber vom Eingang gibt es am Platz ein nettes Cafe namens Cakola, das zu günstigen Preisen hervorragenden Kaffee anbietet und auch den einen oder anderen Frühstücks-Snack (Muffins, Brioche…). Trotz allem, auch wenn das Zimmer schon etwas abgewohnt war, hat sich der Aufenthalt im Hotel ausgezahlt, weil der Blick aufs Meer einfach herrlich ist. Bestenfalls ein privates Appartement könnte als Alternative dienen, dazu verfüge ich aber leider über keine adäquaten Adressen, die ich empfehlen könnte.

Essen kann man in Piran in verschiedensten Lokalen, an der Strandpromenade reiht sich ein Fischlokal ans nächste, das Restaurant Ivo hat sich als sehr gute Wahl herausgestellt. Das in der Stadt liegende Restaurant Verdi sollte man meiden, mehr möchte ich dazu nicht erwähnen.

Von Piran aus und auch vom Hotel gibt es verschiedenste Ausflugsmöglichkeiten, sogar Tagestrips nach Venedig werden angeboten, derartiges würde auch einen längeren Aufenthalt in Piran rechtfertigen. Räder kann man um 5 Euro pro Tag mieten, damit lässt sich z.B. nach Portorož radeln, sofern man Sand- oder Wiesenstrand sucht.

Weitere Informationen über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten finden sich auf der offiziellen Homepage von Piran, sowie auf Wikipedia.

Susanne, 6. September 2009