The Sandworm als Mobile Blogger – Nebenbei

The Sandworm - artwork zoer

Langsam neigt sich die gemeinsame Zeit mit meinem iPhone 3GS dem Ende zu – am Freitag werden wir uns trennen müssen – beste Gelegenheit sich noch dem Nebenbei zu widmen. Als Nebenbei betrachte ich diejenigen Dinge, mit denen man sein iPhone zum Zeitvertrödeln nutzen kann. Diesbezüglich eignet sich meine derzeitige Klausur in Wr. Neudorf – zwar nur wenige km außerhalb von Wien, trotz allem gefühlsmäßig am Ende der Welt – allerbestens dafür.

Emailen, chatten oder sms-en scheidet für mich von vorneherein aus, da ich mit der Touch-Tastatur des iPhones nie warm geworden bin. In einem längeren Gespräch mit einer Freundin in Helsinki – interessanterweise arbeitet sie ganz zufällig für die Konkurrenz – wurde dieses Manko lang und breit diskutiert, bloß um festzustellen, dass mir dafür im Moment keine Alternative einfällt: Eine Tastatur zu integrieren, würde dem phänomenal guten Design des iPhones schaden, ich selbst kann mich nicht mal damit anfreunden, das Gerät zu kippen, um beim Tippen das größere horizontale Display für die Tastatur zu nutzen – es ist einfach unbequem. Trotz allem muss es meiner Meinung nach eine Touch-Tastatur sein, da nur das der Anwenderphilosophie des iPhones entspricht, wie man allerdings diese Tastatur bedienerfreundlicher gestalten kann, ist mir derzeit noch ein Rätsel.

Zum Zeitvertreib eignet sich grundsätzlich auch die Musikfunktion des iPhones, mir persönlich ist jedoch meine Musik nahezu heilig, was es mir verbietet, mich ihr in Dauerbeschallung auszusetzen.

Bleiben noch Spiele. Einige davon habe ich bereits zu Beginn, als ich mich mit dem App-Store vertraut gemacht habe, getestet, gestern Abend war das Buch ausgelesen, im TV (wie gewohnt) kein vernünftiges Programm, was also macht man? Man spielt mit dem iPhone. Einzige Einschränkung: die Spiele mussten kostenlos sein.

Schon vor einiger Zeit habe ich mir in einem Anfall von Retro-Sentimentalität Pac-Man heruntergeladen. Obwohl die Optik genau dem Original entspricht, ist das Spiel selbst leider untauglich, weil jeder der drei angebotenen Steuermechanismen viel zu langsam oder umständlich ist, der arme Pac-Man ständig aufgefressen wird. Nach ein paar Versuchen gab ich w.o.

Die Suche nach Retro-Spielen includierte auch Space-Invaders. Eine kostenfreie Variante ließ sich auf den ersten Blick nicht finden, in der Meinung eine gefunden zu haben, lud ich nInvaders aufs Phone – Totalversagen. Ein lahmes Taschenrechnerspiel, auf das ich gar nicht näher eingehen will.

Gestern abend schließlich fand ich dann doch noch drei – kostenlose und unterhaltsame – Spiele:

Das erste eines das man mit Sicherheit nur einmal spielt (wer weiß…), das man eigentlich gar nicht als Spiel, sondern viel mehr als vollkommen sinnfreie, aber für das eine Mal doch sehr komische, Unterhaltung beschreiben kann: Es nennt sich „Do not press the red Button“ und sein Name ist Programm.  Erstaunlicherweise hab ich mich damit fast 10 (!) Minuten köstlich unterhalten – wenn schon Zeitvertrödeln, dann wenigstens vollkommen sinnlos – es reicht natürlich bloß für einen Durchgang, aber in Sachen Unterhaltung hat es Monkey Swing trotzdem um Längen geschlagen.

Die zweite Wahl fiel dann auf einen Zeitvertreib, der sich wirklich Spiel nennen kann: Es nennt sich „Wooden Labyrinth 3D“ und ist das digitale Äquivalent zu dem, was man in Kindertagen in Form eines größeren Holzkasten, verschiedensten darin befindlichen Löchern und einer kleinen Stahlkugel besaß. Das Spiel weist verschiedene Ebenen auf, die es zu bewältigen gilt, ist ausgezeichnet programmiert, ja man hat beim Spielen tatsächlich das Gefühl man hält ein derartiges analoges Spielzeug in Händen, sogar das Rollgeräusch der Kugel stimmt – ein fast meditativer Zeitvertreib.

Nummer drei und mein bisheriger Favorit: „Crack the Code“. Eigentlich auch eine Retro-Variante, da es im Grunde dem altbekannten „Mastermind“ entspricht. Ein Logikspiel, das in seiner kostenlosen Variante trotzdem einige Schwierigkeitsgrade aufweist und das ebenfalls als tauglicher Zeitvertreib durchgeht.

In den kommenden, nicht ganz zwei Tagen, sollte mir mit dem iPhone also auch nicht mehr langweilig werden, am Freitag heißt es ohnehin Abschied nehmen.

Susanne, 5. August 2009

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