Das Allerärgste … aller Zeiten!

Österreich, die beste Zeitung aller Zeiten aus dem schönsten Land der Welt, erkannte also einen Tag nach Bekanntwerden des zweifelsohne mönströsen Verbrechens des Herrn F. aus Amstetten dasselbe auf seiner Titelseite als „schlimmstes Verbrechen aller Zeiten“. Gewiss verwundert es nicht, dass sich die Titelseiten der hiesigen Boulevardblätter in Bezug auf diese Tat gegenseitig in Superlativen zu überbieten versuchen – terminologische Eckpunkte sind kaum überraschend die Begriffe „Horror“, „Grusel“, „Verlies“ und natürlich „Inzest“ – letzterer mit allen mitschwingenden Bedeutungen einer der All-Time-Horrorbegriffe überhaupt. Auch im Fall einer derartigen, in ihrem Schrecken zumindest in der jüngeren österreichischen Vergangenheit tatsächlich einzigartigen Tat, scheint boulevard-mäßig nichts ohne den ultimativen Superlativ, den „aller Zeiten“-Superlativ zu gehen. An Absurdidät und Lächerlichkeit ist eine derartige Qualifizierung der Tat selbstverständlich nicht zu überbieten. Ebensowenig ist dieses Medium und das, was es von sich gibt, ernstzunehmen, ich weiß. Trotzdem … schlimmstes Verbrechen aller Zeiten … war da nicht noch was … liegt schon ein paar Jahrzehnte zurück … war daran nicht auch ein Österreicher mit Oberlippenbärtchen beteiligt … ?

(Martin)

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