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	<title>Kommentare zu The Sandworm&#039;s Weblog</title>
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	<description>Just another WordPress.com weblog</description>
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		<title>Kommentare von thesandworm zu Skizzen aus Wien &#8211; Nr. 40</title>
		<link>http://thesandworm.wordpress.com/2009/12/01/skizzen-aus-wien-nr-40/#comment-191</link>
		<dc:creator>thesandworm</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 13:31:50 +0000</pubDate>
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		<description>Dieser Link fand sich unter den Kommentaren am Blog von Christoph Chorherr und wurde mir dankenswerterweise von Martin Schimak übermittelt. Der Autor sieht die Problemlage offenbar ähnlich wie ich: 

http://www.tagesspiegel.de/meinung/anderemeinung/Minarette-Schweiz-Integration-Islam;art22196,2963775</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Link fand sich unter den Kommentaren am Blog von Christoph Chorherr und wurde mir dankenswerterweise von Martin Schimak übermittelt. Der Autor sieht die Problemlage offenbar ähnlich wie ich: </p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/anderemeinung/Minarette-Schweiz-Integration-Islam;art22196,2963775" rel="nofollow">http://www.tagesspiegel.de/meinung/anderemeinung/Minarette-Schweiz-Integration-Islam;art22196,2963775</a></p>
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		<title>Kommentare von thesandworm zu Skizzen aus Wien &#8211; Nr. 40</title>
		<link>http://thesandworm.wordpress.com/2009/12/01/skizzen-aus-wien-nr-40/#comment-190</link>
		<dc:creator>thesandworm</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 21:14:32 +0000</pubDate>
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		<description>Da stimme ich mit dir auch überein, Michael. Mein Kommentar bezog sich auch weniger auf die Sinnhaftigkeit oder Gesetzmäßigkeit derartiger Abstimmungen, natürlich sollte man eine Mehrheit nicht über eine Minderheit abstimmen lassen, als auf die Tatsache, dass sie von der Bevölkerung benutzt werden, um ihre Meinung, wie immer die im Einzelfall gestaltet sein mag, auszudrücken. Und wie es eben in Österreich derzeit der Fall ist, wird diese Thematik entweder grob aus dem Zusammenhang gerissen und wird, wie im Falle rechter Parteien zur Stimmungsmache ausgenützt, oder aber verschwiegen und negiert. Wie eine letztliche Antwort darauf aussehen mag, weiß ich, wie du richtig feststellst, auch nicht, aber es wäre wohl schon sehr hilfreich, wenn man eine sachliche Diskussion mit allen Pro und Kontras zumindest zuließe. Solange nicht mal das möglich ist, wird der Konflikt unter der Oberfläche weiterkochen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da stimme ich mit dir auch überein, Michael. Mein Kommentar bezog sich auch weniger auf die Sinnhaftigkeit oder Gesetzmäßigkeit derartiger Abstimmungen, natürlich sollte man eine Mehrheit nicht über eine Minderheit abstimmen lassen, als auf die Tatsache, dass sie von der Bevölkerung benutzt werden, um ihre Meinung, wie immer die im Einzelfall gestaltet sein mag, auszudrücken. Und wie es eben in Österreich derzeit der Fall ist, wird diese Thematik entweder grob aus dem Zusammenhang gerissen und wird, wie im Falle rechter Parteien zur Stimmungsmache ausgenützt, oder aber verschwiegen und negiert. Wie eine letztliche Antwort darauf aussehen mag, weiß ich, wie du richtig feststellst, auch nicht, aber es wäre wohl schon sehr hilfreich, wenn man eine sachliche Diskussion mit allen Pro und Kontras zumindest zuließe. Solange nicht mal das möglich ist, wird der Konflikt unter der Oberfläche weiterkochen.</p>
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		<title>Kommentare von Michael zu Skizzen aus Wien &#8211; Nr. 40</title>
		<link>http://thesandworm.wordpress.com/2009/12/01/skizzen-aus-wien-nr-40/#comment-189</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 21:02:37 +0000</pubDate>
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		<description>Ein zentrales Problem an dieser Abstimmung war, dass eine Mehrheit über die Anliegen einer einzelnen, als Exempel herausgegriffenen Minderheit entschied. Es ist, als würde man fragen, ob kritische Künstler staatlich gefördert werden sollen: Natürlich wird die - ich drücke es plakativ aus - verbohrte Mehrheit dagegen sein. Ganz egal, mit welch großem Abstand die Demokratie noch die beste Staatsform ist - in manchen Fragen führt die Ansicht der Masse direkt ins Verderben.

Noch dazu ging es bei dieser Abstimmung, wie fatmike182 richtig schreibt, um eine religiöse Deutungshoheit: Die einen dürfen Machtsymbole aufstellen, die anderen dürfen nicht. Das erkennt man schon an den Behauptungen in persönlichen Gesprächen, &quot;unsere&quot; (oder bei Straßeninterviews im TV: die Schweizer) Kultur wäre eine christlich-abendländische. Eine Beschreibung, wohlgemerkt, in der die weltanschauliche Spaltung in die antiken Begriffe Abend- und Morgenland jeglichen Gedanken an Aufklärung oder gegenseitige Toleranz von vornherein ausschließt. Es liegt auf der Hand, dass solche Aktionen nur dazu da sind, um den - wie im Artikel auch klar wird: real existierenden - Keil aus Angst und Abscheu in der Bevölkerung noch tiefer zu treiben und das &quot;Wir&quot; gegen das &quot;Sie&quot; abzugrenzen und auszuspielen.

Wobei das dort, wo es eine islamische Bevölkerungsmehrheit gibt, nicht viel anders gehandhabt wird. Auch dort werden Furcht und Aversion geschürt, mit dem umgekehrten Feindbild. In einem Bericht im Schweizer Fernsehen wurden Pressestimmen zusammengefasst und es gab tatsächlich arabische Kommentare, wonach Muslime in der Schweiz jetzt nicht mehr sicher wären.

Leider gibt auch dieser Artikel keine Lösungsvorschläge, wie dieses gesellschaftspolitische Problem abschließend und zufriedenstellen geklärt werden könnte. Was ich aber nicht Übel nehmen kann, weil niemand eine Lösung hat. Die einzige, die mir einfiele, wäre gegenseitiges Verständnis über nationale, religiöse und sonstige weltanschauliche Grenzen hinweg. Und keine ideologischen Stellvertreterkriege mit Gebäuden. Aber dieser Traum ist zu weit weg, um real existent zu sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein zentrales Problem an dieser Abstimmung war, dass eine Mehrheit über die Anliegen einer einzelnen, als Exempel herausgegriffenen Minderheit entschied. Es ist, als würde man fragen, ob kritische Künstler staatlich gefördert werden sollen: Natürlich wird die &#8211; ich drücke es plakativ aus &#8211; verbohrte Mehrheit dagegen sein. Ganz egal, mit welch großem Abstand die Demokratie noch die beste Staatsform ist &#8211; in manchen Fragen führt die Ansicht der Masse direkt ins Verderben.</p>
<p>Noch dazu ging es bei dieser Abstimmung, wie fatmike182 richtig schreibt, um eine religiöse Deutungshoheit: Die einen dürfen Machtsymbole aufstellen, die anderen dürfen nicht. Das erkennt man schon an den Behauptungen in persönlichen Gesprächen, &#8222;unsere&#8220; (oder bei Straßeninterviews im TV: die Schweizer) Kultur wäre eine christlich-abendländische. Eine Beschreibung, wohlgemerkt, in der die weltanschauliche Spaltung in die antiken Begriffe Abend- und Morgenland jeglichen Gedanken an Aufklärung oder gegenseitige Toleranz von vornherein ausschließt. Es liegt auf der Hand, dass solche Aktionen nur dazu da sind, um den &#8211; wie im Artikel auch klar wird: real existierenden &#8211; Keil aus Angst und Abscheu in der Bevölkerung noch tiefer zu treiben und das &#8222;Wir&#8220; gegen das &#8222;Sie&#8220; abzugrenzen und auszuspielen.</p>
<p>Wobei das dort, wo es eine islamische Bevölkerungsmehrheit gibt, nicht viel anders gehandhabt wird. Auch dort werden Furcht und Aversion geschürt, mit dem umgekehrten Feindbild. In einem Bericht im Schweizer Fernsehen wurden Pressestimmen zusammengefasst und es gab tatsächlich arabische Kommentare, wonach Muslime in der Schweiz jetzt nicht mehr sicher wären.</p>
<p>Leider gibt auch dieser Artikel keine Lösungsvorschläge, wie dieses gesellschaftspolitische Problem abschließend und zufriedenstellen geklärt werden könnte. Was ich aber nicht Übel nehmen kann, weil niemand eine Lösung hat. Die einzige, die mir einfiele, wäre gegenseitiges Verständnis über nationale, religiöse und sonstige weltanschauliche Grenzen hinweg. Und keine ideologischen Stellvertreterkriege mit Gebäuden. Aber dieser Traum ist zu weit weg, um real existent zu sein.</p>
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	<item>
		<title>Kommentare von Martin Schimak zu Skizzen aus Wien &#8211; Nr. 40</title>
		<link>http://thesandworm.wordpress.com/2009/12/01/skizzen-aus-wien-nr-40/#comment-188</link>
		<dc:creator>Martin Schimak</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 17:14:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://thesandworm.wordpress.com/?p=2240#comment-188</guid>
		<description>Ich vermisse generell sachliche Debatten. Nicht nur zu diesem Thema! :-)

Es ist eigentlich auch nicht so schwer zu verstehen, was hier passiert. Es sind doch unsere wenn man so will edelsten Prinzipien, die Erziehung zur Toleranz Anderen gegenüber und die Verinnerlichung des Prinzips, dass die Grenze meiner Freiheit dort ist wo die Freiheit des Anderen anfängt, die es uns so schwer machen oder geradezu verbieten unsere ehrlich empfundenen Grenzen in diesen Fragen zu ziehen. Wo endet meine Toleranz, was ist für mich selbst inakzeptabel? Ich zB kann nicht akzeptieren, wie ich am chorherr blog schon geschrieben habe, meine Tochter in eine Schule zu geben, in der gelebter, für die Leute bedeutsamer Islam mit grossem Abstand zur Mehrheitsreligion geworden ist. 

Ich kann es nicht akzeptieren, also fahre ich täglich U-Bahn mit ihr. Meine Realität. Und ich bin deshalb nicht fremdenfeindlich und schon gar nicht FPÖ-Wähler. Natürlich liegt darin auch ein jahrzehntelanges Totalversagen der Migrations- und Bildungspolitik. Hoffentlich nicht solange, bis ich ganz &quot;auswandern&quot; muss. Wobei mein Fass halt nicht durch unsere türkischstämmigen Mitbürger zum Überlaufen gebracht wird, sondern durch die für mich völlig überzogenen Gegenreaktionen ala Strache. Solange wir uns aber den (wenigen) echten Problemen nicht offensiv stellen, wird das politische Problem wohl immer grösser und drückender werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich vermisse generell sachliche Debatten. Nicht nur zu diesem Thema! :-)</p>
<p>Es ist eigentlich auch nicht so schwer zu verstehen, was hier passiert. Es sind doch unsere wenn man so will edelsten Prinzipien, die Erziehung zur Toleranz Anderen gegenüber und die Verinnerlichung des Prinzips, dass die Grenze meiner Freiheit dort ist wo die Freiheit des Anderen anfängt, die es uns so schwer machen oder geradezu verbieten unsere ehrlich empfundenen Grenzen in diesen Fragen zu ziehen. Wo endet meine Toleranz, was ist für mich selbst inakzeptabel? Ich zB kann nicht akzeptieren, wie ich am chorherr blog schon geschrieben habe, meine Tochter in eine Schule zu geben, in der gelebter, für die Leute bedeutsamer Islam mit grossem Abstand zur Mehrheitsreligion geworden ist. </p>
<p>Ich kann es nicht akzeptieren, also fahre ich täglich U-Bahn mit ihr. Meine Realität. Und ich bin deshalb nicht fremdenfeindlich und schon gar nicht FPÖ-Wähler. Natürlich liegt darin auch ein jahrzehntelanges Totalversagen der Migrations- und Bildungspolitik. Hoffentlich nicht solange, bis ich ganz &#8222;auswandern&#8220; muss. Wobei mein Fass halt nicht durch unsere türkischstämmigen Mitbürger zum Überlaufen gebracht wird, sondern durch die für mich völlig überzogenen Gegenreaktionen ala Strache. Solange wir uns aber den (wenigen) echten Problemen nicht offensiv stellen, wird das politische Problem wohl immer grösser und drückender werden.</p>
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	<item>
		<title>Kommentare von thesandworm zu Skizzen aus Wien &#8211; Nr. 40</title>
		<link>http://thesandworm.wordpress.com/2009/12/01/skizzen-aus-wien-nr-40/#comment-187</link>
		<dc:creator>thesandworm</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 16:46:34 +0000</pubDate>
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		<description>Du hast natürlich recht, es ging mir ja auch nicht darum, dir Angst oder Ressentiments zu unterstellen, sondern lediglich darum aufzuzeigen, dass sich die Leute über das Thema Gedanken machen und offenbar den Eindruck haben, als würden sie nicht gehört, oder eben ins rassistische Eck gestellt. Mir geht es übrigens ganz ähnlich wie dir. Ja, der Anblick von Frauen in Burkas verstört mich ebenfalls massiv. Oder wenn ich als Frau von Männern, die eindeutig als Migranten identifizierbar sind, &quot;blöd&quot; angemacht werde. Das ist auch schon häufiger vorgekommen. Ich werde deswegen aber auch nicht gleich fremdenfeindlich oder FPÖ-Wählerin, im Gegenteil, ich vermisse einfach eine sachliche Debatte darüber und es ärgert mich, wenn gerade Linke derartige Dinge negieren oder verharmlosen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du hast natürlich recht, es ging mir ja auch nicht darum, dir Angst oder Ressentiments zu unterstellen, sondern lediglich darum aufzuzeigen, dass sich die Leute über das Thema Gedanken machen und offenbar den Eindruck haben, als würden sie nicht gehört, oder eben ins rassistische Eck gestellt. Mir geht es übrigens ganz ähnlich wie dir. Ja, der Anblick von Frauen in Burkas verstört mich ebenfalls massiv. Oder wenn ich als Frau von Männern, die eindeutig als Migranten identifizierbar sind, &#8222;blöd&#8220; angemacht werde. Das ist auch schon häufiger vorgekommen. Ich werde deswegen aber auch nicht gleich fremdenfeindlich oder FPÖ-Wählerin, im Gegenteil, ich vermisse einfach eine sachliche Debatte darüber und es ärgert mich, wenn gerade Linke derartige Dinge negieren oder verharmlosen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Martin Schimak zu Skizzen aus Wien &#8211; Nr. 40</title>
		<link>http://thesandworm.wordpress.com/2009/12/01/skizzen-aus-wien-nr-40/#comment-186</link>
		<dc:creator>Martin Schimak</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 16:35:48 +0000</pubDate>
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		<description>Also ich werde &quot;diese Leute&quot; sicher nicht wählen - wirklich! ;-) ! Trotzdem:

Ich finde es nicht gut, wenn dann wenn man wie Du hier eine &quot;rationale Debatte&quot; einfordert als nächstes immer gleich von &quot;Ressentiments und Ängsten&quot; die Rede ist. Ich habe das in den RT&#039;s zu Deinem Blog-Tweet gesehen und finde es in Deinem letzten Comment auch wieder.

Ich muss aber doch weder ein Ressentiment noch Ängste haben um etwas, das ich in meiner Umgebung beobachte nicht gut zu finden. Für mich persönlich ist zB bei Burkaträgerinnen so eine Grenze des Erträglichen überschritten. Ich weiss nicht, bin ich wirklich der Einzige, der in einem türkischen Viertel in Wien lebt? In letzter Zeit laufen mir immer wieder von Kopf bis Fuß eingesackte Burkaträgerinnen über den Weg. Unlängst sitzend in der Strassenbahn. Einfach so. Zuletzt beim Kinderarzt. Und ich finde das entsetzlich. Es tut mir körperlich weh das in unmittelbarer Umgebung sehen zu müssen. Gleichzeitig hat es durchaus auch einen unheimlichen Aspekt. Und dann muss man sich um die eigenen Kinder auch noch kümmern, die wirklich Angst vor der &quot;schwarzen Frau&quot; haben.

So und jetzt stellen wir uns mal Leute vor, die das ein klitzekleinwenig weniger reflektieren als ich das aufgrund meiner Bildung vielleicht kann. Wundert sich wirklich irgendjemand, dass sowas massive Abwehrreaktionen auslöst?

Und ist es damit getan, das dann als Ressentiment oder Angst abzuhaken? Nein, es ist nämlich nicht einmal damit getan, in Form einer linken Debatte sich noch besser mit den Ressentiments und Ängsten derjenigen auseinanderzusetzen die sowas beobachten müssen und es innerlich zutiefst ablehnen...

So und eigentlich geht es auch mir so, dass man denkt, man müsste sowas (Burkas) eigentlich verbieten. Generell. Mir fällt keine andere Lösung ein, um diese Frauen wenigstens ein stückweit in eine selbstbestimmte mitteleuropäische Realität überzuführen. Und gleichzeitig weiss ich, dass das eigentlich mit einer ganzen Reihe uns &quot;heiligen&quot; Grundrechten im Prinzip völlig unvereinbar ist. Die Konfrontation mit dem Mittelalter, um so so auszudrücken, rüttelt an unseren Grundfesten. Und vielleicht müssen wirklich einige dieser Grundfesten adaptiert werden. Eine &quot;rationale&quot; Debatte müsste jedenfalls völlig ergebnisoffen sein...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also ich werde &#8222;diese Leute&#8220; sicher nicht wählen &#8211; wirklich! ;-) ! Trotzdem:</p>
<p>Ich finde es nicht gut, wenn dann wenn man wie Du hier eine &#8222;rationale Debatte&#8220; einfordert als nächstes immer gleich von &#8222;Ressentiments und Ängsten&#8220; die Rede ist. Ich habe das in den RT&#8217;s zu Deinem Blog-Tweet gesehen und finde es in Deinem letzten Comment auch wieder.</p>
<p>Ich muss aber doch weder ein Ressentiment noch Ängste haben um etwas, das ich in meiner Umgebung beobachte nicht gut zu finden. Für mich persönlich ist zB bei Burkaträgerinnen so eine Grenze des Erträglichen überschritten. Ich weiss nicht, bin ich wirklich der Einzige, der in einem türkischen Viertel in Wien lebt? In letzter Zeit laufen mir immer wieder von Kopf bis Fuß eingesackte Burkaträgerinnen über den Weg. Unlängst sitzend in der Strassenbahn. Einfach so. Zuletzt beim Kinderarzt. Und ich finde das entsetzlich. Es tut mir körperlich weh das in unmittelbarer Umgebung sehen zu müssen. Gleichzeitig hat es durchaus auch einen unheimlichen Aspekt. Und dann muss man sich um die eigenen Kinder auch noch kümmern, die wirklich Angst vor der &#8222;schwarzen Frau&#8220; haben.</p>
<p>So und jetzt stellen wir uns mal Leute vor, die das ein klitzekleinwenig weniger reflektieren als ich das aufgrund meiner Bildung vielleicht kann. Wundert sich wirklich irgendjemand, dass sowas massive Abwehrreaktionen auslöst?</p>
<p>Und ist es damit getan, das dann als Ressentiment oder Angst abzuhaken? Nein, es ist nämlich nicht einmal damit getan, in Form einer linken Debatte sich noch besser mit den Ressentiments und Ängsten derjenigen auseinanderzusetzen die sowas beobachten müssen und es innerlich zutiefst ablehnen&#8230;</p>
<p>So und eigentlich geht es auch mir so, dass man denkt, man müsste sowas (Burkas) eigentlich verbieten. Generell. Mir fällt keine andere Lösung ein, um diese Frauen wenigstens ein stückweit in eine selbstbestimmte mitteleuropäische Realität überzuführen. Und gleichzeitig weiss ich, dass das eigentlich mit einer ganzen Reihe uns &#8222;heiligen&#8220; Grundrechten im Prinzip völlig unvereinbar ist. Die Konfrontation mit dem Mittelalter, um so so auszudrücken, rüttelt an unseren Grundfesten. Und vielleicht müssen wirklich einige dieser Grundfesten adaptiert werden. Eine &#8222;rationale&#8220; Debatte müsste jedenfalls völlig ergebnisoffen sein&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von thesandworm zu Skizzen aus Wien &#8211; Nr. 40</title>
		<link>http://thesandworm.wordpress.com/2009/12/01/skizzen-aus-wien-nr-40/#comment-185</link>
		<dc:creator>thesandworm</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 16:01:12 +0000</pubDate>
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		<description>@fatmike ich glaube nicht, dass es um christliche Bevormundung geht, ich sehe das eher so wie Martin, ich denke, dass derlei Abstimmungen von der frustrierten Bevölkerung genutzt werden, um ihre Besorgnis, Angst oder sonstige Befürchtungen zu artikulieren. Und zwar ohne Repressionen, da Abstimmungen eben anonym erfolgen. Dass diese Plebiszite dann meist so ausgehen wie eben auch im Fall der Minarettabstimmung, lässt mich darauf schließen, dass die Ressentiments und Ängste gegenüber dem Islam größer sind als man gemeinhin annehmen will. Und das sollte uns die größten Sorgen bereiten, denn wenn man öffentlich nicht mehr diskutieren kann, oder den Eindruck hat, dass gewisse Entwicklungen einfach negiert oder verharmlost werden, dann bietet das ungeahnten Sprengstoff. Irgendwann ist es dann keine Volksabstimmung mehr, über die wir uns ärgern können, sondern ein Wahlergebnis und es werden (wieder einmal) Leute in der Regierung sitzen, von denen jeder sagt, er/sie habe sie sicher nicht gewählt....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@fatmike ich glaube nicht, dass es um christliche Bevormundung geht, ich sehe das eher so wie Martin, ich denke, dass derlei Abstimmungen von der frustrierten Bevölkerung genutzt werden, um ihre Besorgnis, Angst oder sonstige Befürchtungen zu artikulieren. Und zwar ohne Repressionen, da Abstimmungen eben anonym erfolgen. Dass diese Plebiszite dann meist so ausgehen wie eben auch im Fall der Minarettabstimmung, lässt mich darauf schließen, dass die Ressentiments und Ängste gegenüber dem Islam größer sind als man gemeinhin annehmen will. Und das sollte uns die größten Sorgen bereiten, denn wenn man öffentlich nicht mehr diskutieren kann, oder den Eindruck hat, dass gewisse Entwicklungen einfach negiert oder verharmlost werden, dann bietet das ungeahnten Sprengstoff. Irgendwann ist es dann keine Volksabstimmung mehr, über die wir uns ärgern können, sondern ein Wahlergebnis und es werden (wieder einmal) Leute in der Regierung sitzen, von denen jeder sagt, er/sie habe sie sicher nicht gewählt&#8230;.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Martin Schimak zu Skizzen aus Wien &#8211; Nr. 40</title>
		<link>http://thesandworm.wordpress.com/2009/12/01/skizzen-aus-wien-nr-40/#comment-184</link>
		<dc:creator>Martin Schimak</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 15:30:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://thesandworm.wordpress.com/?p=2240#comment-184</guid>
		<description>Ich habe wie @fatmike182 zunächst nur die rationale Dimension der konkreten Entscheidung gesehen. Diese ist falsch - und die Schweiz hat ein Problem fehlender Verfassungsgerichtsbarkeit - dazu habe ich mich auf meinem Blog bereits geäussert.

Es gibt aber davon abgesehen die höchst emotionale Frage des Umgangs mit &quot;dem Islam&quot; an sich. All diese Fragen rund um das Thema entladen sich bei solchen Abstimmungen. Ich selbst habe auch &quot;Probleme&quot; und habe mich entsprechend ehrlich unter die Kommentatoren bei chorherr eingereiht - der sich ja auch nur am Rande mit der Entscheidung beschäftigt, und sich richtigerweise vielmehr für die emotionale Dimension interessiert: &quot;was läuft falsch&quot;.

Ich sag aber auch offen, mag resignierend sein, aber an die &quot;vernunftgesteuerte&quot;, linke Debatte glaube ich unter den gegebenen Umständen (= Totalversagen der &quot;political class&quot;) nicht. Wir können sie hier im manchmal etwas biedermeierlich anmutenden Web 2.0 führen. Aber echte Relevanz hat das momentan immer noch keine...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe wie @fatmike182 zunächst nur die rationale Dimension der konkreten Entscheidung gesehen. Diese ist falsch &#8211; und die Schweiz hat ein Problem fehlender Verfassungsgerichtsbarkeit &#8211; dazu habe ich mich auf meinem Blog bereits geäussert.</p>
<p>Es gibt aber davon abgesehen die höchst emotionale Frage des Umgangs mit &#8222;dem Islam&#8220; an sich. All diese Fragen rund um das Thema entladen sich bei solchen Abstimmungen. Ich selbst habe auch &#8222;Probleme&#8220; und habe mich entsprechend ehrlich unter die Kommentatoren bei chorherr eingereiht &#8211; der sich ja auch nur am Rande mit der Entscheidung beschäftigt, und sich richtigerweise vielmehr für die emotionale Dimension interessiert: &#8222;was läuft falsch&#8220;.</p>
<p>Ich sag aber auch offen, mag resignierend sein, aber an die &#8222;vernunftgesteuerte&#8220;, linke Debatte glaube ich unter den gegebenen Umständen (= Totalversagen der &#8222;political class&#8220;) nicht. Wir können sie hier im manchmal etwas biedermeierlich anmutenden Web 2.0 führen. Aber echte Relevanz hat das momentan immer noch keine&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von fatmike182 zu Skizzen aus Wien &#8211; Nr. 40</title>
		<link>http://thesandworm.wordpress.com/2009/12/01/skizzen-aus-wien-nr-40/#comment-183</link>
		<dc:creator>fatmike182</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 13:45:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://thesandworm.wordpress.com/?p=2240#comment-183</guid>
		<description>Ich stimme dir zu was den fehlenden Diskurs angeht und v.a. was das Augen-verschließen-und-Positivbeispiele-erzählen betrifft.

Aber bei der grundsätzlichen Frage, dem Minarettverbot geht es finde ich um etwas anderes:
Per Hetzkampagne werden Wähler mobilisiert. Wenn in der ganzen Schweiz 4 Minarette stehen, wobei nur einer einen rufenden Muezzin hat, dann sind in der ganzen Schweiz geräuschbelästigungstechnisch vielleicht 100, 200 Leute betroffen. Da behördlich nicht jeder Turm zugelassen wir, sollte sich auch die Stadtbildzerstörung in Grenzen halten (wie gesagt: noch dazu bei 4 Stück).
Was also verbietet das Verbot?
Den Isalam? nein. Weitere Minarette? ja, schon, aber die wären ja so oder so nicht aus dem Boden geschossen (Kann sich wer dazu äußern, der grundlegend Ahnung hat: &quot;Echte Muslime halten von Minaretten garnichts, da nicht im Koran erwähnt&quot; hab ich gestern bei BR alpha aufgeschnappt).

Es geht schlicht um eine christliche Bevormundung: wir sind Christlich, mehr und schon länger da, also dürfen wir Kirchen bauen, Kreuze aufhängen und ihr dürfts nix machen.
Mit der Vorbereitung der Wahl in der Schweiz war kein anderes Ergebnis möglich, aber da setzt das wieder an: warum haben die Linken das nicht sinnvoll diskutiert?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stimme dir zu was den fehlenden Diskurs angeht und v.a. was das Augen-verschließen-und-Positivbeispiele-erzählen betrifft.</p>
<p>Aber bei der grundsätzlichen Frage, dem Minarettverbot geht es finde ich um etwas anderes:<br />
Per Hetzkampagne werden Wähler mobilisiert. Wenn in der ganzen Schweiz 4 Minarette stehen, wobei nur einer einen rufenden Muezzin hat, dann sind in der ganzen Schweiz geräuschbelästigungstechnisch vielleicht 100, 200 Leute betroffen. Da behördlich nicht jeder Turm zugelassen wir, sollte sich auch die Stadtbildzerstörung in Grenzen halten (wie gesagt: noch dazu bei 4 Stück).<br />
Was also verbietet das Verbot?<br />
Den Isalam? nein. Weitere Minarette? ja, schon, aber die wären ja so oder so nicht aus dem Boden geschossen (Kann sich wer dazu äußern, der grundlegend Ahnung hat: &#8222;Echte Muslime halten von Minaretten garnichts, da nicht im Koran erwähnt&#8220; hab ich gestern bei BR alpha aufgeschnappt).</p>
<p>Es geht schlicht um eine christliche Bevormundung: wir sind Christlich, mehr und schon länger da, also dürfen wir Kirchen bauen, Kreuze aufhängen und ihr dürfts nix machen.<br />
Mit der Vorbereitung der Wahl in der Schweiz war kein anderes Ergebnis möglich, aber da setzt das wieder an: warum haben die Linken das nicht sinnvoll diskutiert?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Zersplittert die Parteien zu Demokratie für Anfänger &#8211; Teil VIII</title>
		<link>http://thesandworm.wordpress.com/2009/11/29/demokratie-fur-anfanger-teil-viii/#comment-182</link>
		<dc:creator>Zersplittert die Parteien</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 09:38:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://thesandworm.wordpress.com/?p=2224#comment-182</guid>
		<description>[...] zu finden. Ganz abgesehen davon, dass eine solche Teilhabemöglichkeit an der Politik wohl das einzige sinnvolle Gegenmittel gegen die allgemein vorherrschenden demokratiepolitischen Ermattungserscheinungen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] zu finden. Ganz abgesehen davon, dass eine solche Teilhabemöglichkeit an der Politik wohl das einzige sinnvolle Gegenmittel gegen die allgemein vorherrschenden demokratiepolitischen Ermattungserscheinungen [...]</p>
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